DEEN

Franz Schubert

Streichquintett D 956, Ouvertüre c-Moll, D 8;
Acies Quartett und David Geringas (2009)
Gramola CD 98840 (63’51)

Ausgezeichnet mit dem Supersonic Award

Pizzicato
… Als Zugabe gibt es die faszinierende Ouvertüre c-Moll D.8 des 14-jährigen Komponisten, hier in einer großartigen Be­arbeitung von Geringas für die gleiche Besetzung wie das Quintett: 2 Violinen, Bratsche und 2 Celli. Diese Ouvertüre wird so mitreißend und eindringlich gespielt, wie das bisher nur selten der Fall gewesen ist. (…) Dieses musikalische Erlebnis wird möglich, weil die fünf Musiker das zutiefst Melodische überaus homogen und einfühlsam, aber ganz ohne Sentimentalität, hervorheben. Ihre Einspie­lung ist würdig der Einmaligkeit der Komposition.

 
Wunderbare Musik. Für das exzellente Label Gramola hat das österreichische Acies Quartett mit dem bekannten, in Litauen geborenen Cellisten David Geringas Schuberts einzigartiges Streichquintett D.956 eingespielt. Als Zugabe gibt es die faszinierende Ouvertüre c-Moll D.8 des 14-jährigen Komponisten, hier in einer großartigen Be­arbeitung von Geringas für die gleiche Besetzung wie das Quintett: 2 Violinen, Bratsche und 2 Celli. Diese Ouvertüre wird so mitreißend und eindringlich gespielt, wie das bisher nur selten der Fall gewesen ist.
Auch die Interpretation des Streichquintetts überzeugt. Die jungen Musiker, denen der erfahrene Geringas die Richtung vorgibt, um zur abgründigen Tiefe der Komposition vorzustoßen, bleiben der Wiener Tradition verbunden. Dass sie somit eine große Tradition weiterführen, muss ihnen hoch angerechnet werden. Diese Interpretation des Streichquintetts macht deutlich, wie revolutionär neu die letzte Kammermusikkomposi­tion Schuberts, auch in ihrer bewegenden Expressivität, ist. Mit ihr stößt der Meister die Tore zur Zukunft weit auf. Das wird einsichtig, ohne, dass das Quartett und Geringas versuchen würden, eine revolutionär neue Lesart zu finden. Dafür aber lassen sie die wunderbare Musik mit ruhigen Tempi und prächtiger Klang­gebung neu aufblühen. Dies gilt in besonderem Maße für das sublime Adagio, das weniger angstvoll als geradezu deprimiert aufklingt und damit die finale Versöhnung mit dem Schicksal zu einer geistig-seelischen Errungenschaft werden lässt. Dieses musikalische Erlebnis wird möglich, weil die fünf Musiker das zutiefst Melodische überaus homogen und einfühlsam, aber ganz ohne Sentimentalität, hervorheben. Ihre Einspie­lung ist würdig der Einmaligkeit der Komposition.

GW